Gerro goes paris

Same, same but different und Champagne vom Schlossbesitzer

Emilia aus der Systemdesign-Klasse ist auch zufällig für ein Praktikum hier in Paris – wie schön! Ich hatte sie gefragt, ob sie zum heutigen Book-Release mitkommen mag. So cool, noch mehr Leute hier zu haben. Nun habe ich wirklich überhaupt keine Sorge mehr, mich mal zu langweilen.

Angekommen musste ich leider feststellen, dass das Buch ein Hardcover ist, und idk why, aber ich mag Hardcover so gar nicht. Hab noch nie eins gekauft, werde wahrscheinlich auch nie. Irgendwie find ich die ungemütlich. Trotzdem lieb, den Ort mal gesehen zu haben – so eine alte, coole Atelierhalle in irgendeinem Innenhof in Belleville. Lang haben wir dort unsere Zeit nicht verbracht, weshalb Emilia, Judith, Rahel und ich einfach in die Bar gegangen sind, in der ich zwei (?) Wochen zuvor schon mal mit Malte, Leon, Rahel und Sami war. Let's go. Angekommen war es noch hell, wir haben einen Platz draußen erwischt. Irgendwie, auch wenn diese Gruppe vorher noch nie so zusammengekommen ist, war es total lustig und wir konnten direkt über alles reden und Späße machen.

Emilia und Judith waren jedoch bereits etwas müde, und Rahel und ich waren noch zu einer Hausparty eingeladen – aufregend. Haben uns auf der Straße schnell ein Panini geholt, weil es schon recht spät war und auf die Schnelle nichts Besseres mehr aufhatte. Der Verkäufer hatte uns ein Bild seines Babys gezeigt – er ist vor zwei Wochen Vater geworden und war ganz stolz! Seit 15 Jahren verkauft er übrigens schon Paninis. :))

Auf der Party angekommen hab ich mich gefühlt wie der kleinste Zwerg. Viele riesige britische und dänische Jungs um die 1,90 und generell lustiger Vibe. Hab aber eigentlich so gut wie den ganzen Abend in der Küche verbracht mit den Leuten, die ich sowieso schon kannte – Rahel, Ata, Leon und Mikkeline. Habe einen Musikproduzenten aus London und zwei Künstlerinnen aus Montreal kennengelernt. Der Musik-Mann war zu Besuch, die anderen beiden studieren hier: Alexandra und Maude (ich glaube, so schreibt man ihren Namen). Die beiden waren richtig nett und haben mich nicht nur zu einer Ausstellung am Montag eingeladen, sondern wollen mir ganz bald auch eine Führung an der Kunsthochschule geben. Da freu ich mich drauf!

Irgendwann wurde eine richtig teure Flasche Champagner geöffnet – derjenige, der dort die Party veranstaltete, hat scheinbar auch ein Schloss irgendwo in England. Deshalb nahm ich mir, obwohl es schon so spät war, ein Glas mehr als eigentlich geplant. Kost ja nichts! :))

xoxo Gerro

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Judith ist hier, nette Baaaaar und Lagon Revue

Heute haben wir mal alle pünktlich um 18 Uhr Feierabend gemacht. Vielleicht weil Freitag ist und alle das gute Wetter genießen wollen.

Ich hab zuhause schnell was gegessen – Thunfischsalat, für alle die @mmmeeeaaalllsss folgen – und bin dann raus Richtung Belleville, um dort Ata, Leon und Rahel in einer Bar zu treffen, die Leon mir geschickt hatte. Draußen war leider alles voll, ich musste kurz warten, und als Ata und Leon eintrafen, stellte sich heraus, dass die beiden den Inhaber kennen, der kurzerhand extra für uns noch vorhandene Tische und Stühle rausgebracht hatte, andere Gäste gebeten hatte, Platz zu machen – nur damit wir bleiben können. Sehr lieb und sau praktisch.

Die anderen haben noch kurz dort gegessen, kurz bevor Judith eintraf. Das ist mir dummerweise erst vor kurzem wieder eingefallen, aber Judith wohnt ja hier! Sie hatte letztes Jahr an der HGB ein Erasmus gemacht und studiert an einer der Kunsthochschulen hier. Durch ihr habe ich von einem book-release am nächsten Tag erfahren, wo wir gemeinsam hinwollen. Bin übel gespannt – Lagon Revue. Davon hatte ich mir letztes Jahr in Frankreich bereits eine Ausgabe gekauft und ich liebeee das Buch.

Gegen eins sind dann aber alle bereits heim, man war sichtlich müde von der Woche. Ich hab Judith noch zur Metro gebracht – sie wohnt am weitesten weg, irgendwo in den südlichen Suburbs. Ich dachte eigentlich, ich lauf den restlichen Weg, aber mir war dann viel zu kalt, weshalb ich dann doch auch in eine andere Metro gehoppst bin.

xoxo Gerro

Ich bin ein Dachs und brauche eine Nagelschere

Irgendwie würde ich euch ja am liebsten mal so Zwischenstände der Projekte zeigen, aber teilweise laufen die Projekte schon so lang und das wird auch sicher nicht so schnell released werden, sodass es sich anfühlen würde, als würde ich top secret Material aus Versehen an die Öffentlichkeit sneaken – also lass ich das lieber vorerst mal.

Zum Mittag hat es einfach Pasta von gestern mit Salat gegeben. Heute wenigstens ohne rohe Zwiebeln. Salat heißt dann übrigens in dem Fall Salatblätter und Tomaten. That's it. Naja… ich frag mich, ab wann ich mal gefragt werde, zu Mittag was vorzubereiten. Hätte großes Interesse daran, eigentlich jeden Tag das zu übernehmen. Nur so werd ich mich bis in alle Ewigkeiten in die Köpfe der anderen einschreiben, I guess – mit gutem Essen.

Wie schon die Tage zuvor erspähe ich hier und da Sonnenstrahlen, die mich nur erahnen lassen, wie schön es wohl gerade sein muss, nicht im kalten Büro gefangen zu sein. Daran werd ich mich wohl nie gewöhnen, dachte ich. Beim Abschweifen hatte ich mir bereits Pläne fürs Wochenende zurechtgelegt: eine Nagelschere kaufen und vielleicht nach neuen Schuhen schauen. Viel mehr ist mir gerade nicht eingefallen.

Thibault hatte zwischenzeitlich einmal ganz willkürlich nach der Herkunft meines Nachnamens gefragt (was beim Schreiben irgendwie noch komischer ist, weil ich die letzten Tage öfters mal nach meiner Herkunft generell gefragt wurde – immer mit der Betonung, ich sähe nicht deutsch aus – auch als ich das Wochenende über in Leipzig war!? Ich frag mal Mama). „Brocks" kommt scheinbar von „brokke" (Dachs) oder „broc", was im Mittelalter als Abzeichen für unangenehme Kreaturen galt. Hä!? Im Norddeutschen wird das jedoch oft als topologischer Name (keine Ahnung was das heißt) für jemanden verwendet, der in der Nähe eines Sumpfes, Moors oder Flusses wohnt. Naja… ob das jetzt so die beste Kombi ist, weiß ich nicht. Über die Herleitung sind wir zu Shrek gekommen und I am sorry, aber ich hasse fucking Shrek. Ich find den so widerlich, alter. Aber irgendwie hat niemand im Büro diesen Hass geteilt – wie so oft. Antoine meinte anschließend, dass seine Lieblingsfilme die Kung Fu Panda Trilogie sind, und irgendwie passt das. Alles so bisschen schnell und chaotisch. Hatten dann die Trailer geschaut, weil alle im Büro die drei Filme lieben. Auf Französisch geschaut, aber war trotzdem cute.

Abends war ich noch mit Lucio und Rahel in der Bar die Straße runter. Beim Bezahlen hatte die Kellnerin, die sich zuvor schon mehrere Male über ihren Chef aufgeregt hatte, beim Schimpfen ihren Putzeimer umgehauen, und mein Hosenbein hats voll erwischt. Irgendwie jetzt schon das zweite Mal in Paris, dass meine Hose komplett nass ist… naja haha, over and out (woher kommt das eig.? Raumfahrt?)

xoxo Gerro

Es passiert zu viel, ich komm nicht hinterher… aaah!

Quick update: heute hab ich endlich mal me-time, allein daheim und versuch jetzt mal die letzten Tage aufzuholen. Auweia… Notizen habe ich immer fleißig gemacht, aber ich komm leider nie so richtig dazu die Texte auszuformulieren. Stellt euch drauf ein – ab jetzt werden die Beiträge kürzer lol

xoxo Gerro

Gerro als kleiner Goblin, Skyrim und alle lieben Future!

Heut morgen waren Thomas und ich bei einer Künstlerin im Studio, um gemeinsam ein bevorstehendes Buch-Projekt zu besprechen. Also noch ein Projekt… langsam wirds etwas unübersichtlich, aber immerhin vergehen so die Tage im Büro recht schnell. Getroffen hatten wir uns an der Metro-Station Belleville. Nicht so super weit weg, ich hätte auch laufen können, aber hatte Sorge zu spät zu kommen und weil es eh schon früher als sonst losging, bin ich mit der Bahn gefahren. An der Station angekommen, musste ich kurz warten, bis Thomas mit seinem E-Lastenrad angefahren kam und mir mitteilte das es schon noch ein Stück sei mit Rad. Daraufhin meinte ich das ich ja gar keins habe, worauf er nur meinte: “I know. Jump in!”. Also sahs ich vorne, wo sonst immer Future sitzt, wie ein kleiner Goblin im Lastenrad und wir sind zu zweit durch Paris geballert.

Das Studio war irre, die alten Arbeiten der Künstlerin cool, doch alle neueren Sachen – naja. Es wird aber so oder so sicher ein cooles Projekt werden. Uns wurden Crossains und Pain Au Chocolates angeboten (… oder wie man schreibt), doch war ich zu schüchtern alles vollzukrümmeln, deswegen gabs für mich nur 3 Tassen Kaffee. Auch gut!

Anschließend sind wir zurück ins Büro und Thomas hatte heute seine zwei Kids dabei. Zwei junge Mädchen – vielleicht so 10/11 Jahre alt? Eine der beiden heißt einfach so wie mein damaliger Character bei dem Videospiel “Skyrim” — Anouk. Schon cooler Name oder? Die beiden haben die ganze Zeit beim essen an Thomas Ärmel gezerrt und hatten ihm seinen Laptop gebracht, damit er für die beiden Hunde-Mandalas ausdruckt, aber immer nur von Hunden die ähnlich ausschauen wie Future. Am Ende des Tages hatten die beiden ein riesiges Blatt gestaltet, mit ganz vielen ausgemahlten Hunden.

xoxo Gerro

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Samis letzter Tag – Neeeeein!… und dann gabs nur Nudeln mit Bohnen!?

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, rohe Zwiebeln zum Mittag zu essen? Ich habe so Bauchschmerzen… im Büro gab es heute "Salat". Draußen sind es 23 Grad, die Sonne scheint nach und nach mehr in unseren Innenhof rein. Noch kann ich aus der Ferne erahnen, wie schön es wohl sein muss, gerade draußen in der Sonne zu liegen. Nur wo? Parks gibt es kaum, Grünflächen? Ja, schon hier und da, aber echt wenige. Ich versinke ins Tagträumen, bevor die Gardinen zugezogen werden, damit man weiterhin konzentriert auf den Monitor starren kann… oh man.

Der Kirschbaum vorm Büro verliert immer stärker seine pinken Blüten und an den untersten Zweigen werden diese schon langsam weiß. Der ganze Hof ist voll damit – auch das Büro, weil wir manchmal die Türen weit offenstehen haben, damit Future rein und raus kann wie er lustig ist. Lowkey it's giving.

Statt Gabber läuft den Nachmittag über Rosalita. Auch gut. Ich werd gefragt, ob ich bei den Songs an Lacanau Ocean denken muss und ob wir dieses Jahr wohl wieder da sind – sind wir? Schreibt mir mal eine DM.

Leider habe ich für den restlichen Tag keine Notizen mehr aufgeschrieben… aber in meiner Fotos-App schaut es so aus, als hätte Sami mich ein letztes Mal von der Arbeit abgeholt. Wir sind dann zusammen einkaufen gegangen und haben bei mir Pasta gemacht mit weißen Bohnen, Parmesan, Zitrone und einem gekochten Ei (hatten das auf Instagram gesehen – fragt nicht). Es war okay. Wir haben leider so ein Induktionsherd-Ding, was ziemlich nervig ist, weil man dann ja nur bestimmte Töpfe und Pfannen verwenden darf. Demnach war bereits alles ready, bevor wir das Ei noch schnell gekocht haben, wodurch in der Zwischenzeit alles etwas trocken wurde. Aber ich glaube, wenn man das Timing etwas fixt, dann ist das sicher ganz lecker. Hatte danach nur Bauchschmerzen. Sind dann ein letztes Mal gemeinsam raus und haben Rahel und Malte im Le Royal Custine getroffen – die Bar, wo die Inhaberin mir mal das Bier in den Schoß gekippt hat. An mehr kann ich mich leider gerade nicht erinnern, außer dass ich früher als sonst schlafen musste, weil ich am nächsten Tag schon um halb zehn irgendwo sein musste hmmm…

xoxo Gerro

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fig 038 Besagter Hund
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Ganz normaler Feiertag, Pétanque again und morgen ist Samis letzter Tag:(((

Heute haben wir erneut sehr lang geschlafen. Vielleicht so lang wie noch nie zuvor. Sami wurde ganz langsam nach mir allmählich wach und als wir das Wohnzimmer betraten, begrüßte Rahel – noch eingemummelt – uns vom Sofa. Wir haben dann erstmal entspannt gefrühstückt, wonach Rahel dann wegen eines Arbeitsmeetings los musste (am Feiertag – mensch). Sami und ich haben dann einfach etwas die Wohnung aufgeräumt, gesaugt, gespült – dies das. Bislang echt langweiliger Tag, aber mit Sami ist es immer schön. Als Belohnung haben wir dann das alkoholfreie Tom-Holland-Bier probiert. "Echt nicht schlecht" meinte Sami. Finde ich auch. Danke, Malte! Und danke dir, Tom Holland (Spider-Man).

Haben dann die Sonne auf dem Balkon genossen und komplett die Zeit vergessen. Es war einfach zu wohltuend und so schön warm aaaaaahhhh es wird Sommer! Mussten uns dann aber doch irgendwann sputen – wir waren erneut am Kanal mit Rahel verabredet, um mit allen erneut Pét… Pétanque (?) zu spielen. Auf dem Weg dorthin kurz eine Orangina und ein Demi besorgt. Leon, Ata und Mikkeline waren bereits am Spielen, kurz darauf kam Rahel auch dazu. Diesmal war der Kanal so viel voller als beim letzten Mal – das liegt wohl am tollen Wetter! Alle lagen da so rum, hatten Snacks und Drinks dabei und genossen die Sonne.

Viel mehr Notizen habe ich irgendwie gar nicht für den heutigen Tag. Es gab dann noch Pizza und ein, zwei mehr Drinks, aber danach ging es wohl nach Hause? Ich weiß es leider nicht mehr… shit. Note an mich selbst: einfach unterwegs immer mal wieder am Handy Notizen machen, wenn was Lustiges passiert ist oder so? Let's see. That's it! Bis daaaaaann:))

xoxo Gerro

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fig 032 same place as two days ago, but with more sun so that's nice
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fig 034 the whole gang! love these people already. they're fun
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fig 035 malte also joined
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fig 036 this pizza was actually reaaaallly good (or i just was super hungry idk)
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fig 037 late nite game is on
Ping Pong, Pizzaaaaaa und "Kikis kleiner Lieferservice"

Sami und ich sind recht spät aufgestanden. Gestern war ja auch ein recht ereignisreicher Tag mit vielen Drinks – as always. Sind dann viel zu spät raus und sind Richtung République spaziert, wo wir uns heute mit Rahel verabredet haben. War total gespannt drauf, wie es da wohl ist, weil ich diesen Ort bislang nur aus Skatevideos kenne, da es schon ein recht bekannter Spot ist worldwide. Angekommen war aber alles etwas unspektakulärer als gedacht. Irgendein riesiges Kinder-Workshop-Festival hat stattgefunden, deswegen war enorm viel los, viel Gekreische usw., also all in all eine eher stressige Erfahrung. Hatten kurz auf Rahel warten müssen und sobald wir uns getroffen haben, sind wir auch direkt weg von diesem Ort. Mission eins: Kaffee, Softdrink. Der Kaffee war super, auch wenn er recht teuer war, der Softdrink hingegen… ziemlich ass. Anfangs hatten alle drei Orangina im Kopf und waren sichtlich stoked über diese Idee, jedoch hatte sich jede Person dann im Supermarkt selbst für einen anderen Drink entschieden. Sami und ich hatten "Pulco". Literally Leitungswasser mit etwas Zitrone und Rahel… hatte glaube ich irgendwas mit Minze? Naja. Nie wieder. Irgendwie dachte ich, dass Paul an Silvester Pulco mitgebracht hatte und das war enorm lecker? Vielleicht aber eine andere Version. Who knows.

Mit dem Kaffee sind wir dann weiter zu einem Buchladen, den Rahel mir gerne zeigen wollte, und erst als wir ankamen, habe ich nach einigen Minuten gecheckt, dass ich die Angestellte kenne. Louise! Sie hatte uns damals in Charmount bei der biennale internationale de design graphique (oder so) interviewt. Und tatsächlich musste sie an dem Tag auch arbeiten?! Leider war ich ehrlich gesagt zu schüchtern, sie anzusprechen. Wir hatten einmal kurz Augenkontakt, aber sie schien mich nicht direkt erkannt zu haben und war danach wahrscheinlich im Lager, weil wir uns nicht nochmal im Laden selbst begegnet sind.

Ich habe ein Buch gekauft, welches ich schön fand, aber mehr wegen des Buchkörpers selbst und des Covers als wegen des Inhalts, aber es ist schon mal super Inspirationsmaterial für das Fotobuch, das ich mit Sam bald mal angehen werde. Beim Bezahlen an der Kasse (es haben zwei dort gearbeitet, also ich habe nicht bei Louise bezahlt) meinte ich zu der anderen Person, dass sie Louise lieb von mir grüßen soll und ich zu shy war, um hallo zu sagen, aber sicher bald wiederkomme – oh man, ich bin so eine Pflaume manchmal.

Wir sind dann einfach weiterspaziert, haben die Gegend abgecheckt und haben uns dann mit Malte und ganz vielen friends von ihm im Park auf der Mitte der Straße, auf der ich auch wohne, zum Ping-Pong-Spielen verabredet. Das war ziemlich sweet, aber Sami und ich waren zu müde, um zu joinen. Ich weiß gar nicht, ob ich irgendwie auf dem Blog Videos hinterlegen kann, aber Fabi meinte schon, ich muss das dann einfach mal privat auf YouTube hochladen und dann den Link irgendwie hinterlegen. Let's see, ob ich das irgendwie hinbekomme haha.

Sami, Rahel und ich waren dann aber irgendwann so hungrig, dass wir uns entschieden haben, vorzeitig schon mal die Gruppe zu verlassen, um Pizzaaaaa essen zu gehen. Rahel meinte, sie könnte jeden Tag Pizza essen und ich checks voll. Hatten schnell auf Maps die Gegend gecheckt und sind zu einer sehr vielversprechenden Pizzeria gelaufen, wo wir leider bei Ankunft feststellen mussten, dass diese scheinbar dicht gemacht hat… rip. Erneuter Check und wir haben eine weitere, gut aussehende Pizzeria finden können und sind dahin gelaufen. Auf dem Weg dahin hat Rahel noch einen Pokal finden können? Vielleicht für ihren Sieg letztens bei Pétanque.

Die zweite Pizzeria sah auch nett aus, draußen war noch Platz für uns und wir haben eine Runde Bier und Pizza für jeden bestellt. Die Sonne verließ ganz langsam den Himmel, es wurde immer kälter. Das Bier immer leerer. Der Magen immer hungriger. Nach fast einer Stunde ist uns dann zum ersten Mal der Gedanke aufgekommen, ob unsere Bestellung eventuell vergessen wurde? Und tatsächlich. Einfach vercheckt. Es war schon fast dunkel, das Bier war leer, aber als Entschädigung haben wir eine Runde Demis (schreibt man das eigentlich so?) bekommen – schon okay, aber zu dem Zeitpunkt waren wir wirklich so hungrig. Auweia. Pizza war dennoch super lecker und sichtlich erschöpft vom Tag hatten wir uns anschließend darauf geeinigt, einfach einen Film abends bei mir zu schauen. Hab ja immer noch sturmfrei, was irgendwie ganz gemütlich ist. Sind dann auf dem Heimweg noch fix an einem Supermarkt vorbei und irgendwie steckte der Wurm in diesem Tag: auch dicht. Haben aber zum Glück auf dem Heimweg noch einen Späti gefunden, wo wir Lulus gekauft haben – weiches, komisches Gebäck mit Erdbeerfüllung? Bisschen wie so ein Keks für Babys, und Chips. Zusammen haben wir dann "Kikis kleiner Lieferservice" geschaut und der Vibe war literally fucking perfect für unser Gemüt nach diesem Wochenende. Der Film war richtig bezaubernd und die Musik wundervoll. Irgendwie hatte ich ja auch gestern im Fenster diese schwarze Katze gesehen?! Vielleicht war das bereits ein Zeichen. Ich fühl mich wie auf dem richtigen Weg.

Mittlerweile war es schon recht spät und Rahel hatte sich dazu entschieden, bei uns auf dem Sofa zu übernachten. Voll gemütlich. Mal schauen, was der morgige Tag so bringt, jetzt wo wir zu dritt direkt starten werden. Freu mich schon!:))

xoxo Gerro

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fig 026 halloo katze
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fig 029 Rahels Pokal für Be… Betonk? Ich kann mir nicht merken wie man das schreibt
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fig 030 haben Kikis Lieferservice geschaut und war total gemütlich
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fig 031 omg so cute!? spirit animal
“Please, please, please let me get what I wand”

Den Tag hatten wir mit einem ausgiebigen Frühstück gestartet. Sami und ich waren fix einkaufen, Rahel kam vorbei, ich habe meine Wäsche gemacht. Irgendwie ist unser Wäscheständer so klein, dass man maximal ein Shirt, einen Pullover und etwas Unterwäsche waschen kann, weil man mehr gar nicht aufhängen kann. Am vorherigen Abend hatte Mikkeline uns davon erzählt, dass es gegenüber vom Supermarkt hier direkt um die Ecke einen kleinen Laden gibt, in dem man Hühner kaufen kann!? Und tatsächlich – ein kleiner Store mit recht vielen Hühnern drin. Man kann entweder eins der Hühner kaufen und… es zu Hause halten? Oder eben die frisch gelegten Eier. Irgendwie klang die Idee cute, aber in real life war das ganz schön traurig.

Haben uns davon aber nicht den Tag verderben lassen, haben schön gefrühstückt, Musik gehört und etwas zu spät für unsere Verabredung das Haus verlassen. 30 Minuten brauchten wir zu Fuß, waren bereits 10 Minuten zu spät, aber die Bahn wäre auch nicht schneller gewesen – walking it is, as always, aber ich mag’s. Eigentlich hatten wir uns um 15 Uhr mit Ata und Malte verabredet, damit alle spätestens um 16:30 da sind (scheinbar zieht sich das mit dem „ein bisschen zu spät kommen“ aus Leipzig auch durch Paris).

Zum ersten Mal seit meiner Ankunft scheint die Sonne, deswegen war es richtig wohltuend, zum Kanal zu laufen, um dort Boule zu spielen. Ata war pünktlich und hatte bereits auf uns gewartet, sich einen Kaffee geholt und war sichtlich erfreut, als wir eingetrudelt kamen! Der Ort am Kanal war recht gut besucht, überall standen Stühle und Bänke und viele Menschen treffen sich hier scheinbar, um Pétangue zu spielen. Hier gibt’s viele Kinos, viele Tische, viel Kaffee, viel Wein. Werde sicher nochmal hier die Sonne genießen!

Kurz nachdem wir uns begrüßt hatten, ist auch Malte angekommen. Zum Glück waren wir also nicht die Letzten. Anfangs hatten wir lange überlegt, wie wir spielen, aufgrund der ungeraden Anzahl an Mitspieler:innen. Haben uns dann einfach dazu entschieden, 2 gegen 2 gegen 1 zu spielen. Im ersten Match spielte Malte allein, Ata mit Rahel und ich zusammen mit Sami. Rahel und Ata hatten gewonnen, Malte hatte vielleicht so 6 oder 7 Punkte und Sami und ich… wir hatten einen. Im zweiten Match habe ich allein gespielt und ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich Sami beeindrucken wollte und deswegen zu viel Druck auf mich selbst ausgeübt habe, aber im zweiten Match war ich etwas besser: 2 Punkte. Wir nähern uns dem Sieg! Irgendwann… Ata ist auf jeden Fall richtig gut und man merkt, dass er das öfter spielt. (Beim Tippen dieses Posts ist übrigens gerade der 6. April und Rahel hat eben die Wohnung verlassen, Sami und ich liegen auf der Couch am Laptop, die Sonne scheint und gleich sind wir wieder mit Ata zum Boule spielen verabredet – Spoiler!)

Nach dem Match haben wir uns noch ein kleines Bier in der Sonne geholt und ich habe gelernt, dass man nicht „kleines Demir“ sagt, sondern einfach nur „Demir“, weil es sonst so wäre, als würde ich „kleines Kölsch“ sagen. Zack – nach und nach lerne ich alle wichtigen Language-Skills! Ata musste danach aber schon los, da er mit Mikkeline für die Oper verabredet war. Wir haben aber weiterhin die Sonne genossen, noch einen Kaffee getrunken und sind dann – ohne Malte – etwas essen gegangen. Malte wollte zu Hause noch fix Wäsche waschen und dann wieder dazustoßen.

Rahel, Sami und ich sind dann auf Empfehlung von Malte zum besten Bánh-Mì-Place der Stadt gegangen – auch wenn der etwas weiter weg war. Aber laufen tat ja gut in der Sonne, also let’s go. Nur so lerne ich die Stadt ja auch besser kennen. Das Bánh Mì war übrigens richtig gut! Zwei alte Damen hatten den Laden betrieben und als ich ihnen auf meinem Handy einen übersetzten Text gezeigt habe, dass es super lecker gewesen sei, haben beide bis hinter die Ohren gestrahlt!

Danach waren wir zum ersten Mal im Park – das war vielleicht mein Highlight des Tages. Es hat schon so stark nach Frühling gerochen, vieles war am Blühen und die Kronen der Bäume waren schon grün – fuck, hab ich das vermisst. Ich liebe das so sehr. Wir sind erstmal rumgeschlendert, bis wir in der Ferne die perfekte Parkbank entdeckt haben. Sami ist direkt im schnellen Schritt vorgesprintet – er meinte, er kann am schnellsten laufen – um die Bank zu sichern. Zack – gesagt, getan. Ein echter Macher, der Sami. Super Aussicht, endlich etwas zur Ruhe kommen und noch mehr als eine Stunde bis zum Sonnenuntergang.

Wir hatten uns vorher beim Kiosk ein, zwei Drinks geholt, also war das erstmal unser place to stay. Aus irgendeinem Grund hatten wir schon länger „Please, Please, Please, Let Me Get What I Want“ von The Smiths als Ohrwurm, also haben wir den Song über Rahels Handy mit dieser Aussicht gehört. Sam würde sagen, es war ein „gvv!“ – ein gottverdammter Vibe.

Als die Sonne untergegangen ist und plötzlich jemand mit einer Trillerpfeife alle Leute dazu gezwungen hat, den Park zu verlassen – ja, die machen hier nämlich einfach um 20 Uhr zu – sind wir zu unserer Verabredung mit Malte in einer Billardhalle losspaziert. Auf dem Weg dahin hat sich unser Ohrwurm von The Smiths zu „Feel the Love Generation” geshiftet – finally was anderes.

Dort angekommen hatte Malte uns bereits in die Liste eingetragen, aber wir mussten noch etwa zwei Stunden warten, die wir draußen vor dem Laden verbracht haben – wie eigentlich überall hier. Man sitzt immer draußen vor den Läden, auch weil man drinnen nicht rauchen darf. Irgendwie mag ich das, aber richtig enjoyen werde ich es wohl erst, wenn es auch nachts etwas wärmer ist. Als wir dann endlich spielen konnten, sind wir rein, haben mehrere Runden gespielt und hatten viel Spaß. Malte hat zwischendurch ein paar Bekannte getroffen, wovon einer ein recht bekannter Skater ist, der unter anderem für Supreme fährt. Ich habe ja mein Board dabei – let’s see. Vielleicht connected man ja irgendwann mal, lol. Ah, ich vergaß! Leon, ein Freund von Rahel und Malte, ist noch dazugestoßen beim Billard. Leon ist super nett. Er arbeitet hier in einer Galerie, die super famous ist und fast über 300k Follower auf Instagram hat – ich habe aber den Namen vergessen. Irgendwas mit Tatdejus, wie bei Spongbob? Ich werde es noch herausfinden.

Danach sind wir noch im asiatischen Viertel auf einen Drink in eine Bar gegangen und dann heeeeeeim schlafen ◝(ᵔᗜᵔ)◜ 🐾

* ah, stimmt gar nicht. Haben ein letzten Drink vor Mikkelines Haustür noch mit Leon zusammen getrunken, aber die wohnen ja direkt um die Ecke, also sind wir danach eignetlich direkt ins Bett gefallen haha ups.

xoxo Gerro

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fig 025 erste mal cornern mäßig? maybe | photo by Samuel Oswald svperstar_kletterverschluss29
A random cat hotel, second night out and pizza pasta is the best

Heut morgen habe ich irgendwie länger geschlafen als sonst, aber bin leicht verkatert noch rechtzeitig wach geworden und bin dann direkt raus, während Sami – die kleine Maus – noch ganz selig geschlafen hatte. Bislang ist nicht viel passiert im Büro. Es gab erneut Kartoffeln – heut mit Erbsen und nicht als Gratin und joa… obwohl mir am ersten Tag gesagt wurde, dass ich heute nur halbtags arbeiten brauch, weil alle über das Wochenende und die Feiertage wegfahren und sowieso kaum was los sein wird im Büro, hab ich doch mein drittes Projekt noch aufgedrückt bekommen und es macht ab jetzt wirklich keinen Sinn mehr, früher zu gehen, also 18 Uhr it is!

Genau von meinem Sitzplatz aus ist im Prinzip eins zu eins das selbe Gebäude mit der selben glasigen Fassade und ich habe bislang gar nicht hinterfragt, wieso es da so zugestellt ist und fast schon ausschaut wie einfach nur eine ziemlich teure Abstellkammer, in der eine kleine, süße, weiße Katze lebt, welche mich schon die letzten Tage immer gestalkt hatte beim Worken. Mehrmals Augenkontakt gehabt und kurz ins Tagträumen abgedriftet, wie es wohl ist, eine Katze zu sein. Als jemand merkte, dass ich ganz fasziniert die Katze angeschaut habe, wurde mir erklärt, dass das ein Katzen-Hotel sei für Menschen, die z.B. in den Urlaub fahren und ihre Katzen nicht mitnehmen können oder sowas. Bin daraufhin mal rüber und habe mir das etwas genauer angeschaut. Ungefähr 7-8 Katzen konnte ich zählen – voll süß!? Noch mehr Tiere (just as of typing these notes – die Katze sitzt schon wieder auf ihrem kleinen Turm und schaut rüber – haaaaaallooo was machst du da? Wie sind die anderen Katzen so zu dir?).

Während ich also heute das dritte Projekt gestartet habe, hörten wir mal kein Gabbern – Thoma war nicht da – sondern, wegen dem Büro-Papa, ausschließlich Pink Floyd. Das hab ich lang nicht mehr gehört und war okay chillig.

Heut Abend seh ich Malte, Sam und Rahel und ich freu mich bereits riesig, auch wenn ich richtig doll müde bin von den letzten Tagen und am liebsten Baden gehen würde (haben keine Wanne -.-). Speaking of Sam: er hatte mich dann mit Sandwich und Bier an der Arbeit pünktlich wie er immer ist an der Arbeit abgeholt. Ach Sami. Waren schnell einkaufen, haben Puttanesca gemacht und auf unserem mmmeeeaaalllsss Account gepostet – follow pls. Sind danach raus und sind Fußweg 2 min zur Bar gelaufen, in welcher wir uns den Abend über mit allen friends treffen wollten. Malte hat uns ein Geschenk mitgebracht. Eine Dose alkoholfreies Bier von der neuen Marke von Tom Holland, was denen wohl auf der Arbeit zugeschickt wurde (Malte arbeitet für Wes Anderson als Assistent) und bislang noch nicht erhältlich ist. Irgendwie lustig. Nach und nach sind immer mehr friends eingetroffen und haben, als der Abend bereits recht spät wurde, länger über Tiefkühlpizza gesprochen. Mikkeline und Ata finden, dass Thunfisch-Pizza absolut gaaaar nicht geht, obwohl die beiden es nicht mal probiert haben. Dafür feiert Mikkeline aber Kebap-Pizza like what!? Mit Salat und allem. Eisbergsalat… irgendwie sah das so so weird aus, aber Thunfisch-Pizza geht nicht?? Naja… dass Sami und ich am besten die Pizza Pasta finden, wollte uns einfach niemand glauben. Ata studiert hier Kunst und hat im September eine Ausstellung in Wien. Mikkeline bewirbt sich jetzt bald bei der Art School und modelt. Ich mag die beiden jetzt schon sehr!

2 Uhr. Alles macht dicht und wir sind alle heim. Sam und ich hatten noch eins im Kühlschrank und haben das mit einem Late-Night-Snack verbunden. Einfach etwas Toast mit Avocado mit Oliven, die nach Seife schmeckten. Gute Nacht.

xoxo Gerro

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fig 014 besagter Bürostuhl auf dem man gerade sitzen muss
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Another dog, but not as cute as Future, a lot of white wine and Sam finally arrived

Irgendwie habe ich mir heute kein Croissant geholt und war den ganzen Vormittag extrem hungrig. Thibault (um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, ob man seinen Namen überhaupt so schreibt…) hat aber dann mittags Kartoffel-Gratin gemacht – echt unser Büro-Papa irgendwie. Anschließend habe ich mich vor der eigentlichen Arbeit etwas gedrückt und primär an diesem Blog hier gecoded, was aber scheinbar auch okay ist. Mittlerweile laufen aber bereits zwei Projekte parallel, an denen ich im Büro arbeiten muss und die bislang echt Spaß machen. Nächste Woche sollen jedoch noch etliche dazukommen. Im Büro wird immer wieder geteasert, dass die kommende Woche richtig schlimm werden soll. Auweia. Ah, übrigens – für meine 600€ arbeite ich von Montag bis Freitag immer von 10 bis 18 Uhr.

Beim Coden bin ich voller Verzweiflung, weil ich einfach nicht rausfinden konnte, wo und wie ich was hochladen muss, damit die Seite online geht, ganz hibbelig auf meinem Bürostuhl geworden und habe im Sekundentakt meine Pose geändert – woraufhin mich der Büro-Papa darauf hingewiesen hat, dass ich richtig auf dem Stuhl zu sitzen habe, weil die sehr empfindlich seien. Ähm okay!? Die Dinger sehen halt aus als würden die safe mehr als 400€ kosten, aber gut.

Zum Feierabend habe ich eine neue Route nach Hause ausprobiert und bin an einer schön aussehenden Markthalle vorbeigekommen, in der ich Fenchel für meinen Thunfisch-Fenchel-Salat besorgt habe. Zuhause angekommen habe ich schon mal alles für Samis Ankunft vorbereitet, Wein getrunken, noch etwas an der Website gearbeitet und dabei den Sonnenuntergang genossen. Wenn ich könnte, würde ich safe hier und da mal Homeoffice machen mit dieser Aussicht, aber das ist leider nicht drin. War dann relativ schnell beschwipst, weil ich so viel Wein getrunken hatte ohne zu essen, weil Samis Bus Verspätung hatte. Bruder, wo bleibst duuu!?

Um 01:30 kam Sami dann finally nach Hause mit zwei Dosenbier. Auch wenn ich am nächsten Tag wieder früh raus musste, wollte ich natürlich erstmal kurz mit Sami check in machen und haben bei der letzten Zigarette des Tages noch das Bier getrunken. (Notiz an mich selbst: ich muss lernen wie man einen fucking Korken zieht)

xoxo Gerro

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fig 005 btw mein Ausblick
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fig 007 Ohhh, hier werd ich von nun an immer Fenchel kaufen
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Paris hardcore, first crossaint and a lost love in Borken 💔

Ich hatte heute meinen ersten Arbeitstag. Nachdem ich gestern nach fast 10 Stunden Zugfahrt abends um 21:30 endlich in der Wohnung angekommen bin, war ich heute Morgen ziemlich platt. Doch weil es genauso lange dauert zu laufen wie mit der Bahn zu fahren, habe ich mir vorgenommen, diesen morgendlichen Walk als meine Routine wahrzunehmen.

Auf der gestrigen Zugfahrt habe ich anfangs viel gearbeitet, aber im TGV war ich dann zu müde und habe mich mit der Familie, neben der ich saß, angefreundet. Die Mama, vielleicht nicht viel älter als ich, war super cool und die beiden Kids total süß. Die Ältere der beiden, vielleicht so 11?, hat auf ihrem iPad Brawl Stars gespielt, weshalb ich direkt mal mit meinen Trophäen geflext habe – und somit war das Eis gebrochen. Die Kleine hat Disney-Prinzessinnen-Mandalas ausgemalt, während ich mit der Mama einfach ein bisschen gequatscht habe. Irgendwann wollte sie aber schlafen, weshalb ich – während die Ältere der beiden Kids zu TikTok gewechselt ist – mit der Kleinen überlegt habe, welche Farbe wir für die Krone wohl verwenden könnten, bis ich dann auch irgendwann eingeschlafen bin.

Ich habe ja immer diesen Bewegungsdrang und kann schlecht lange stillhalten, weshalb ich mich – recht schwer bepackt – dazu entschieden habe, vom Bahnhof nach Hause zu laufen, was nur so 20 Minuten oder so waren. Angekommen habe ich Wein mit meinem neuen Mitbewohner getrunken und die absolut irre Aussicht genossen!? Unser Wohnzimmer hat zwei Sofas und von dem einen hat man wegen der riesigen Fensterfront einen unglaublichen Ausblick – echt Glück gehabt. Gestern (ich schreibe diesen Beitrag erst am nächsten Tag zu Ende… ups… good start) hatte Rahel mir auch noch bestätigen können, dass ich scheinbar im besten Viertel wohne: viele schöne Bars, generell eine schöne Gegend – alsooooo all good!

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich mir mein erstes Croissant gekauft – 0,90 € und übel lecker, jedoch so buttrig, dass ich mich nicht getraut habe, meinen Chefs bei der ersten Begegnung die Hand zu reichen. Naja… Die Verkäuferin war total lieb und bislang sind meine nicht vorhandenen Französisch-Skills überhaupt kein Problem – wer hätte das gedacht in so einer Weltmetropole, ne? Die Verkäuferin war so lieb, dass ich mir abends auf dem Rückweg noch schnell ein Baguette besorgt habe, bevor ich Rahel in der Bar getroffen habe: Ziegenkäse, gegrillte Aubergine, getrocknete Tomaten und Rucola. Irgendwie vier Euro oder so? Das Game ist strong hier. Ich glaube, ich werde mich jetzt einfach durch die ganze Produktpalette bei denen durchprobieren, weil es auch der letzte Ort ist, wo ich mir auf dem Weg zur Arbeit – abseits von den ganzen Supermärkten – etwas zu essen kaufen kann. Bin noch zu faul, richtig für zu Hause einkaufen zu gehen, aber das wird sicher passieren, sobald Sami mich hier morgen besuchen wird.

Im Büro angekommen lief schon laut Dub-Musik und wir haben die erste Stunde ganz entspannt Kaffee getrunken. Nachdem wir mittags Sushi essen waren, haben wir im Anschluss Gabber gehört, weil mein Chef zusammen mit einem Angestellten wohl vor ein paar Wochen in Belgien war und meinte, das sei jetzt der generelle Vibe hier im Büro. Nach einer Stunde Gabber sind wir aber rüber zu Rihanna, Taylor Swift, Nelly Furtado und sind irgendwann in die Abgründe der 2010er-EDM-Musik getaucht… Speaking of music: Wir haben einen super süßen, großen, wuscheligen Bürohund, der Future heißt. „Like the rapper!“, meinte Hugo zu mir. Generell, glaube ich, ein ziemlich matching Vibe. Thoma und Hugo sind die lustigen Draufgänger und Tibault ist wie so der Büro-Papa – ganz lieb und total neugierig. Der Lieblingssong von Thoma ist „In the Air Tonight“ von Phil Collins. Darauf kamen wir, als wir über Karaoke geredet haben, und als ich meinte, dass ich das total gern mag, meinten alle, dass ich unbedingt mal von der Empore aus ein Konzert geben soll (da ist auch unsere Küche – ziemlich cool).

Auf dem Rückweg habe ich noch einen Wein gekauft, weil Lucio und ich bei meiner Ankunft die Nacht zuvor den letzten, den die Wohnung hergegeben hat, leer getrunken haben. Im Supermarkt wurde ich von jemandem auf Französisch wahrscheinlich gefragt, ob ich gerade in der Schlange stehen würde, während ich auf den Kühlschrank mit dem Wein geschaut und überlegt habe, welchen ich kaufen soll. Als ich meinte, dass ich leider kein Französisch kann, kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er mal ein Jahr in Dortmund gelebt hat. Als ich den Supermarkt verlassen habe, wurde ich von jemandem nach Kleingeld gefragt – selbe Geschichte: Wir kamen ins Gespräch, es stellte sich heraus, dass ich aus Deutschland komme, und die Person lebte mal ein Jahr in Köln und sechs Monate in Bonn.

Abends habe ich dann noch Rahel in einer Bar nicht weit von meiner Wohnung getroffen. So Glück gehabt!? Ich lebe scheinbar in der Area, wo man abends so ausgeht. Super! Ich war etwas früher da und hatte mich draußen neben eine Gruppe älterer Menschen gesetzt. Die Dame neben mir war – wie sich herausstellte – die Inhaberin, nachdem wir kurz gesprochen hatten. Sie hat mir Oliven und Peperoni angeboten – voll lieb! Als ich meinte, dass ich aus Deutschland komme, wurde sie ganz sentimental. Ihre große Liebe, die immer noch ihr Herz besitzt, von vor 50 Jahren ist auch Deutscher. Aus fucking Borken!? Das ist einfach übelst das Dorf, aber nicht weit weg von meinem übel kleinen Dorf. Als ich meinte, dass ich das kenne und dass das ja total klein sei, war sie total überrascht! Alle haben es voll gefeiert. Irgendwann hat sie aber beim Aufstehen Rahels Bier umgestoßen und mich damit recht nass gemacht. Ihr ging es danach sichtlich schlecht und es tat ihr unglaublich leid. Aber als Rahel meinte, dass das in Deutschland immer passiert, waren alle erleichtert! So verrückt irgendwie.

Jetzt habe ich schon einen richtig coolen Abend in Paris verbracht – mit Rahel. So cool, dass wir gerade beide hier sind! Freu mich voll auf die nächsten Tage. Gute Nacht, Friends.

xoxo Gerro

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fig 004 Thinking of you @ Samuel<33
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